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Warum Weihnachten es wert ist, zu existieren

Nicht wegen Kommerz und Konsum und dem damit verbundenen Stress.

Auch nicht wegen Familie, Friede und Liebe. Das sind gute Dinge, und man kann sich glücklich schätzen, wenn man sie hat. Aber Weihnachten ist für mich ... -- anders, viel mehr.

Ich weiß nicht, wie ich das, was ich in Weihnachten sehe und was es mir gibt, in Wort fassen und jemandem verständlich machen kann, der es nicht kennt.

Wenn du es wissen willst, es von mir wissen willst, dann sage ich: Beschäftige dich mit dem, was in Deutschland immer noch als eigentlicher Anlass für Weihnachten gelten kann: die Geburt von Jesus Christus in Bethlehem vor ca. 2000 Jahren. Lass dich darauf ein und lies mal in der Bibel nach, wie es dort aufgeschrieben ist. Lass eine gute Predigt an dich heran. Probier mal.

Wenn du Klavier lernst, machst du am Anfang langweilige Übungen, immer das gleiche. Und übst einfache Stücke. Noch keine Spur von Improvisieren und davon, seine Gefühle einfach in die Tasten fließen zu lassen und die Musik, die dabei rauskommt, zu genießen. Aber es ist der Anfang. Du lernst immer mehr, du kommst immer weiter rein. Irgendwann weißt du, was du daran hast, irgendwann weißt du, dass Klavier spielen einfach schön ist und eine Freude bringt, die ein Außenstehender so in der Form einfach nicht empfindet.

So ist es auch mit dem Glauben. Du kannst natürlich schon von Anfang an abblocken (und ich sage nicht, dass man alles glauben und sich auf alles einlassen sollte, was es so auf dem religösen und weltanschaulichen Markt der Möglichkeiten gibt -- manchmal ist Abblocken durchaus genau das Richtige - nur halt nicht bei Jesus Christus) und dies mit Argumenten begründen. Aber so bleibst du immer draußen. Dann kannst du einfach nicht verstehen, warum ich gerne in die Christvesper gehe, warum ich die Lieder dort aus Überzeugung mitsinge (wenn ich kann), warum ich bei den alttestamentlichen Weissagungen so konzentriert und gespannt zuhöre wie bei einer großen Neuigkeit - und das, obwohl ich viele selbst aufsagen könnte, weil ich sie auswendig weiß...

Deshalb mein Vorschlage mit dem Probieren. Das kann für dich der (Wieder)Einstieg in den Glauben an Jesus Christus werden. Dass du da hineinkommst, ist im Übrigen viel wesentlicher, als eine Diskussion über das Weihnachtsfest. Es gibt ja auch Christen, die Weihnachten recht skeptisch hinterfragen. Aber in einem stimmen sie mit mir überein: Dass Jesus -- Jesus Christus, Gottes Sohn (- Gottes ewiges Wort...!), unser Retter -- geboren ist, und zwar insbesondere zum Zwecke des ganzen Rattenschwanzes hintendran, nämlich seines irdischen Lebens, seiner Lehre, seines stellvertretendes Leidens und Sterbens sowie seiner Auferstehung zum Zweck unserer Entschuldung und Befreiung -- seine Himmelfahrt, sein Eintreten vor dem himmlischen Vater für uns, seine Wiederkunft und wie er alles neu machen wird -- das alles ist so viel wert, dass es kein Mensch auch nur ansatzweise ermessen kann. Da ist es doch das Mindeste, dass wir in unserem durch die Reformation gesegneten Deutschland die Tradition haben, Jesu Geburt zu feiern, und zwei staatliche Feiertage dazu hergeben.